Singen mit Kindern

 

Als meine ältere Tochter etwa zwei Wochen alt war, begann ich mit einem abendlichen Ritual: ich nahm sie auf den Arm, stellte den Plattenspieler an und sang ihr den 1. Akt aus der Oper „Hänsel und Gretel“ vor. Irgendwann begann sie schon beim Geräusch durch den aufsetzenden Tonarm zu lächeln.

Der Gesang begleitete meine beiden Töchter von Anfang an und beide entwickelten ein inniges Verhältnis zum Singen.

 

Es ist bekannt, dass schon der Embryo im Mutterleib die Stimme der Mutter hören und sie von anderen Stimmen unterscheiden kann.

Singen hat eine harmonisierende Wirkung – unabhängig davon, ob wir nun „falsch“ oder „richtig“ singen. Es beruhigt, vermittelt Geborgenheit und Wohlbefinden. Das Baby, das wir auf den Arm nehmen, spürt den Atemfluss, die Gleichmäßigkeit und Periodizität, die ordnende Kraft, die das Singen hat. Es kann zur Ruhe kommen, sich entspannen.

 

Darüber hinaus können wir schon dem Neugeborenen durch die spielerische und bewegte Haltung beim Singen einen lustvollen Ausdruck unserer eigenen Vitalität und Lebensfreude vermitteln.

 

Kinderlieder finden wir in allen Kulturen und Traditionen. Deshalb möchte ich alte und neue Volks- und Kinderlieder weitergeben, gemeinsam mit Ihnen singen und mit unkomplizierten Bewegungen den Fluss der Musik unterstützen.